Europaparlament stimmt für unbefristetes Klonverbot
Das Europaparlament hat heute dem Klonen eine klare Absage erteilt. Im Plenum in Straßburg stimmten die Abgeordneten mit großer Mehrheit für einen Gesetzesvorschlag, der nicht nur ein unbefristetes Verbot des Klonens von Nutztieren in der EU vorsieht, sondern vor allem auch ein Verbot der Einfuhr von Zuchtmaterial, wie Eizellen oder Samen, von Nachkommen der Klontiere - sowie von Lebensmitteln aus Klontieren.
"Die überwältigende Mehrheit der Verbraucher in der Europäischen Union will kein Klonfleisch essen. Dem muss endlich Rechnung getragen werden. Deshalb unsere klare Botschaft an die Mitgliedstaaten: Klonfleisch kommt bei uns auch in Zukunft dauerhaft ohne Wenn und Aber nicht auf den Teller!" unterstreicht der baden-württembergische Europaabgeordnete Peter SIMON.
Mit dem umfassenden Verbot wollen die Europaabgeordneten eine Gesetzeslücke schließen. "In der Europäischen Union sind Lebensmittel von geklonten Tieren zwar grundsätzlich verboten, da sie nur in Verkehr gebracht werden dürften, wenn sie nach einer behördlichen Prüfung einschließlich Sicherheitsbewertung zugelassen worden wären, allerdings sind bisher weder das Klonen an sich noch die Einfuhr von Zuchtmaterial von Nachkommen von Klontieren explizit verboten. Diese Unsicherheit darf der Verbraucher nicht mehr länger ausgesetzt sein", stellt Peter SIMON klar. Deswegen fordern die Parlamentarier auch ein System zur Rückverfolgung der Produkte. "Nur so können wir auch gewährleisten, dass in die EU eingeführte Lebensmittel wirklich klonfrei sind", so Peter SIMON abschließend.
Für ein EU-weites Klonverbot spricht zudem zwingend die Gefahr der Verkümmerung der Artenvielfalt bis hin zu den langfristigen Folgen der fortwährenden Reproduktion des immer gleichen Genmaterials
Die zuständigen Minister der EU-Mitgliedstaaten wollen nach der heutigen Abstimmung des Parlaments die Arbeit an den Vorschlägen beginnen.