Peter SIMON: "Keine Nachsicht mit tricksenden Bankern"

Veröffentlicht am 04.12.2013 in Aktuelles

EU-Kommission verhängt Rekordstrafe wegen Zinsmanipulation gegen sechs Finanzinstitute

Wegen Zinsmanipulation werden sechs Großbanken, unter ihnen auch die Deutsche Bank, mit 1,7 Milliarden Euro zur Kasse gebeten. Das hat die Europäische Kommission heute bekannt gegeben. "Der Schaden und der Vertrauensverlust, den die Banker angerichtet haben, ist zwar mit barer Münze nicht wieder gut zu machen, trotzdem ist die Rekordstrafe ein unmissverständliches Signal, dass wir keine Nachsicht mehr mit tricksenden Bankern haben. Manipulationen auf den Finanzmärkten sind keine Kavaliersdelikte sondern Straftaten", bringt der SPD-Europaabgeordnete Peter SIMON, Mitglied des Wirtschafts- und Währungsausschusses des Europäischen Parlaments, die heutige Entscheidung der Europäischen Kommission auf den Punkt.

Damit solchen Marktmanipulationen zukünftig im Voraus ein Riegel vorgeschoben wird, arbeitet der federführendere Wirtschaft- und Währungsausschuss auf Grundlage eines Vorschlags der Europäischen Kommission derzeit an neuen Regeln für die Festlegung der Referenzzinssätze wie LIBOR oder EURIBOR. Bereits im September 2013 hat das Europäische Parlament schärfere Sanktionen gegen Marktmissbrauch verabschiedet.